Testberichte

Grillthermometer MEATER im Test

Dieser Beitrag enthält Produktnennungen und Werbelinks *

Wir haben dieses Produkt kostenlos zum Testen zur Verfügung gestellt bekommen.

Den MEATER habe ich eigentlich schon eine ganze Weile auf meinem Wunschzettel, da ich selbst für kurze Messungen immer wieder mein gutes altes Maverick ET 732 rausgeholt habe. Zum Glück schrieben mich aber vor ein paar Tagen die Jungs & Mädels von MEATER an und stellten mir das gute Stück zum Testen zur Verfügung! 🙂

Unboxing & Inbetriebnahme

Der MEATER kam heil und gut verpackt an und präsentierte sich in einer schönen, stabilen Pappschachtel. In dieser liegt ein schickes Holz-Etui, welches gleichzeitig auch als Ladestation dient. Auf der Unterseite kann, nach dem Abnehmen eines magnetischen Deckels, die Batterie ausgetauscht werden. Der Hersteller verspricht 100 Ladungen pro Batterie – ich bin gespannt! Zumindest die Option, das Gerät auch über USB laden zu können, hätte ich gut gefunden. Immerhin gibt es auf der Vorderseite einen kleinen Knopf, der durch ein grünes Lämpchen signalisiert, ob noch genügend Saft vorhanden ist. Nach einer Stunde ist das Thermometer vollständig geladen und hält bis zu 24h durch. Von daher sollte sich der Batteriewechsel auch in Grenzen halten 🙂

Der MEATER ist in zwei Bereiche aufgeteilt: der vordere misst die Kerntemperatur des Fleisches (maximal 100 Grad), der hintere die Garraum-Temperatur (maximal 275 Grad). Alles über den angegebenen Temperaturen könnte Schäden hinterlassen und wird durch einen großen Warnhinweis in der App nochmal deutlich gemacht (sofern die Temperatur überschritten wird).

Um den MEATER in den Betrieb nehmen zu können, muss das Thermometer zuerst geladen werden. Dazu muss der Schutzstreifen von der Batterie entfernt werden und schon kann’s losgehen. Anschließend muss man sich die App für iOS- bzw. Android-Geräte herunterladen – ohne die geht nämlich nichts. Außerdem gibt es einen Alex-Skill, den ich mangels Gerät aber nicht ausprobieren konnte.

Sobald man Bluetooth auf seinem Gerät aktiviert, die App gestartet und das Thermometer aus der Ladeschale genommen hat, kann es mit dem Smartphone gekoppelt werden, was innerhalb von Sekunden geschieht. Die App stellt einem dabei dutzende Hilfen zur Verfügung – sogar in Videoform!

Anschließend wird das Thermometer in das Grillgut gesteckt. Dabei muss man beachten, dass das Thermometer bis zum markierten Bereich im Fleisch steckt, da es sonst kaputt gehen könnte. Auf den Fotos erkennt man das an dem kleinen Fähnchen, welches man vor der Benutzung natürlich entfernen sollte 🙂

Benutzung & Praxis

Hat man das gute Stück Fleisch präpariert und das Thermometer eingesteckt, kann man den “Kochprozess” in der App starten. Dazu wählt man zunächst aus, welches Stück Fleisch man gerade grillt (in meinem Fall war es ein Rinderfilet). Anschließend werden einem mehrere Optionen für den gewünschten Gargrad angeboten (Medium Rare, Medium, Well Done, usw.), man kann natürlich aber auch selber eine Gradzahl einstellen.

Nach der Auswahl stellt die App die aktuellen Temperaturen dar. Der Clou an der Geschichte: sobald das gute Stück einige Minuten auf dem Grill liegt, wird einem die Zeit angezeigt, die das Steak noch benötigt. Das funktionierte beim Rinderfilet als auch bei einer Hähnchenbrust hervorragend.

Was man vor dem Auflegen aber bedenken sollte: wer nicht auf Röstaromen verzichten möchte und einen Grill hat, der die 300-Grad-Marke erreichen kann, sollte das Fleisch zuerst anbraten, den Grill zum Garziehen runter regeln und dann erst das Thermometer benutzen. Andernfalls wird einem schnell die Warnmeldung über zu hohe Temperaturen begegnen.

Ist dies aber erstmal alles erledigt, kümmert sich die App mehr oder weniger um den Rest. Wer möchte kann auch einen Alarm einstellen um rechtzeitig informiert zu werden. Für Longjobs wie zum Beispiel Pulled Pork kann natürlich auch die Umgebungstemperatur beobachtet bzw. für einen Alarm ausgewählt werden.

Und da kommen wir auch schon zum nächsten Clou: während mit Bluetooth nur eine Reichweite von 10 Metern (und in der Praxis deutlich weniger) erreicht werden kann, kann das Thermometer auch per WLAN und über die MEATER Cloud verbunden werden. Dadurch erreicht man im Prinzip eine unendliche Reichweite und hat sein Grillgut immer im Blick. Wobei das selbstverständlich nicht heißen soll, dass man seinen Grill mehrere Stunden unbeobachtet lassen kann!

 

Was man natürlich nicht leugnen kann: das relativ große Loch in der Mitte des Steaks. Mit einem Durchmesser von 6mm (und einer Länge von 130mm) ist das Thermometer nicht wirklich als dünn zu bezeichnen – andererseits muss die Technik halt auch irgendwo hin. Und lieber ein perfekt gegartes Stück Fleisch als eins ohne Loch 😉 Um den Fleischsaft muss man sich auch keine Sorgen machen: solange man das Thermometer nicht ständig rein- und wieder raussteckt, bleibt das Steak auch saftig. Außerdem mahnt einen die App auch, Ruhe zu bewahren. Vor dem Anschnitt muss es nämlich so ein paar Minuten ruhen – genau so, wie’s sein soll. Diese Ruhezeit sorgt dafür, dass die Säfte, die während des heißen Grillens im Fleisch zirkulieren, sich beruhigen und setzen.

Da das Thermometer spritzwassergeschützt ist, geht auch die Reinigung gewohnt einfach von statten: mit einem feuchten Lappen den Fleischsaft abwischen, fertig. In den Geschirrspüler gehört es aber natürlich nicht 🙂

Fazit

Alles in allem sind wir sehr von dem Thermometer angetan. Die einfach Bedienung der App und des Thermometers an sich überzeugen einfach. Wer früher mit zwei Temperatur-Sonden gearbeitet hat, kann jetzt alles durch ein einziges, kabelloses Gerät ersetzen. Vor allem beim Einsatz eines Drehspießes äußert sinnvoll!

Einziger Wermutstropfen ist am Ende der Preis: knapp 100€ (99,50€ beim letzten Blick in Amazon am 01.10.2018) muss man für das gute Stück auf den Tisch legen. Allerdings lohnt sich auch ein Blick auf die Herstellerseite bzw. auf die gängigen Preisvergleichs-Portale 🙂 Im offiziellen Shop bekommt man das Thermometer nämlich schon für 89€.

Meiner Meinung nach lohnt sich diese Investition aber allemal, da die Vorteile einfach überwiegen. Nicht zuletzt weil ich nun endlich auch die Temperatur meines Drehspieß-Hähnchens überwachen kann! 🙂

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